August Benninghaus ist in unserer Schule präsent!

Ganz bewusst hat sich unsere Schulgemeinschaft vor einige Jahren für den Namenspatron August Benninghaus entschieden.
Wenn eine Schule aber einen solchen Namen führt, sollte der nicht nur auf dem Hinweisschild zur Schule und im Briefkopf zu finden sein.
Wir möchten, dass unser Schüler/innen wissen, wer Pater August Benninghaus war und warum er zu unserem Leitbild „Mensch sein heißt verantwortliche sein.“ (Antoine de Saint Exupéry) passt.
Somit gibt es an unserer Schule „Projekttage August Benninghaus„
und im Religionsunterricht jedes Jahrganges thematische Verknüpfungen zu seinem Leben.
Wer war August Benninghaus?
Ein Namenspatron mit Verantwortungsbewusstsein
August Benninghaus wurde am 7. November 1880 in der Bauernschaft Druchhorn nördlich von Ankum geboren. Nach der Volksschule in Druchhorn besuchte August Benninghaus die Höhere Bürgerschule in Ankum für drei Jahre. Anschließend machte er sein Abitur am Gymnasium Carolinum in Osnabrück.
Im Jahr 1900 wurde er Mitglied des Jesuitenordens. Im Anschluss an die Jahre als Novize und das Studium der Theologie und Philosophie schickte ihn sein Orden 1907 als Scholastiker nach Indien. 1911 kehrte er von dort zurück. Das mitgebrachte Straußenei und die Kokosnuss erinnern die Familie noch heute an seine Jahre im Ausland.
1913 erhielt er die Priesterweihe.
Ab 1915 verbrachte er die verbleibende Zeit des Terziats in Irland, um danach in den Niederlanden tätig zu werden.
1924 wurde er Exerzitienmeister seines Ordens. Hier nun konnte er sein besonderes Talent, seine Zuhörer zu begeistern, einsetzen.
Ab 1933 nutzte August Benninghaus diese Gabe, um sich auch kritisch gegen die neue Staatsmacht zu stellen. Mehrfach musste er sich für seine Äußerungen in Predigten vor Parteistellen und Gerichten rechtfertigen, aber immer wieder hatte er das Glück, aus „Mangel an Beweisen“ freigesprochen zu werden. Sein tiefer Glaube bestärkte ihn immer wieder darin, öffentlich das auszudrücken, was er für richtig hielt.
1941 sagte er vor Rekruten, die Kirche habe „schon viele Reiche überlebt“. Die Nationalsozialisten hielten aber das dritte Reich für das „Tausendjährige Reich“ und nutzten diese Äußerung, um ihn dank des Heimtückegesetzes auch ohne Gerichtsurteil in Schutzhaft nehmen zu können.
Er wurde zunächst im Konzentrationslager Sachsenhausen untergebracht, im März 1942 dann in das KZ Dachau verlegt.
Nachdem ihn in Sachsenhausen ein Aufseher bewusstlos geschlagen hatte, in dessen Folge er eine schwere Gehirnerschütterung erlitt, wurde er in Dachau zusehends schwächer und überstand den Hunger und die weiteren körperlichen Qualen nicht.
Trotz Lazarettbesuchen verstarb er am 20. Juli 1942 an den Folgen des Hungers und seinen Verletzungen im Konzentrationslager Dachau.
